Wetterexperten sorgen sich

Der Vulkan Mauna Kea, hawaiianisch für „Weißer Berg“, ist mit seiner Höhe von rund 4.200 Metern der höchste Berg auf Hawaii.
Seinen Namen erhielt der Mauna Kea, weil seine Spitze während des Winters durchgehend von Schnee bedeckt ist. Wohlgemerkt seine Spitze.
In Tagen wie diesen ist dort jedoch alles anders.
Die einen sprechen von Magie, andere nennen es eine Folge des Klimawandels. Denn im US Bundesstaat Hawai, der ja eigentlich als Paradies
für Sonnenanbeter und Surfer bekannt ist, fällt Schnee. Und das ist in der Region ein ganz seltener Anblick. Und nicht nur der Schnee sorgt
für Gesprächsstoff, auch die Tatsache, dass hier gerade Kälterekorde – in einigen Orten erreichten die Temperaturen fast minus 13 Grad – gebrochen werden,
meterhohe Wellen an die Strände peitschen und zudem noch Sturmböen über die Inseln fegen. Also stehen die Zeichen im Sonnenparadies derzeit
auf Schnee – statt auf Strandurlaub.
Und auch wenn die weiße Pracht im allgemeinen für Aha-Effekte steht, so sorgt der Einzug von Väterchen Frost in diesem Fall nicht wirklich überall
für Freude. Denn der Wintereinbruch hat für die US-Insel laut Wetterexperten auch ernstere Folgen. Schnee und Eis könnten den Abrieb der Inselstrände
bedeuten. Die sensible Flora und Fauna der Insel, die zum Teil sogar unter Naturschutz stehen, könnten so in Gefahr geraten.
Für Touristen hat der Sturm hingegen einige Auswirkung. Denn auf der Insel Oahu sind deshalb zahlreiche Parks geschlossen worden.
Nur für die Einheimischen haben die Flocken und das seltene winterliche Szenario etwas Magisches. Sie genießen die ungewohnte
Kälte und die weiße Pracht, die derzeit nicht nur den Mauna Kea ziert. TN

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