Für Kreuzfahrtschiffe sollen Abgasgrenzen eingeführt werden

Der Geirangerfjord ist einer der bekanntesten Fjorde Norwegens. Seit 2005 gehört er übrigens auch zum UNESCO-Weltnaturerbe. Logisch, das eben dieser Fjord
nur allzu gerne von Kreuzfahrtschiffen angesteuert wird, schließlich ist der Geiranger, der übrigens 15 Kilometer lang und zwischen 0,6 und 1,3 Kilometer
breit ist, eine echte Attraktion.
Für Kreuzfahrtschiffe gelten in Norwegen künftig jedoch strengere Regeln. In Unesco geschützte Fjorde wie den Geirangerfjord dürfen demnach keine
Abwasser mehr geleitet werden, zudem gibt es neue Grenzwerte für Emissionen.
Zudem sollen schrittweise die zulässigen Abgasgrenzen gesenkt werden. Das gilt für den Ausstoß von Schwefeldioxiden, Stickstoffoxiden (NOx) und für das
Verbrennen von Abfall an Bord. Um den Schwefel-Grenzwert einzuhalten, sollen die Vorschriften der Nord- und Ostsee gelten. So dürfen die Schiffe
Treibstoff mit höchstens zu 0,1 Prozent Schwefel verwenden, also Marinediesel statt bisher Schweröl.
Die neuen Regeln werden als wichtiger Beitrag für eine umweltfreundliche Schifffahrt aufgestellt, um die Emissionen des zunehmenden Kreuzfahrtverkehrs
in den Fjorden des Weltkulturerbes in der Luft und im Wasser zu reduzieren.
Übrigens rüstet die norwegische Kreuzfahrtreederei Hurtigruten seine Schiffe derzeit soweit um, dass sie dem Beschluss des norwegischen Parlamentes, wonach
der Verkehr in den Fjorden des Weltkulturerbes bis 2026 emissionsfrei sein soll, nachkommen kann.
Auch die norwegische Hafenstadt Bergen, die rund 200 Kilometer Luftlinie nordöstlich vom Greirangerfjjord liegt, hat zum Schutz der Umwelt und Fjorde vor kurzem
den Beschluss gefasst, die Zahl der Kreuzfahrtschiffe zu begrenzen. Ab Sommer 2019 dürfen täglich nur noch drei, statt wie bislang vier Kreuzfahrtschiffe, im Hafen
Bergens anlegen. TN (/Quelle: dpa)

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