Mallorca will „Sauftourismus“ eindämmen

Playa de Palma ist bei Clubs und jüngeren Gästen mehr als beliebt. Denn schließlich ist an dem etwa 6 km langen Strand an der Südküste von Mallorca
vor allem eines angesagt: Party. Doch in diesem Sommer gelten diesbezüglich strengere Regeln. Denn mit schärferen Auflagen will Mallorca dort nun den
berühmt berüchtigten Sauftourismus eingrenzen.
Wie genau das dann aussehen soll? Bars und Biergärten rund um die Partymeile an der legendären „Schinkenstraße“ müssen sichtbar von der Straße abgetrennt
sein.  „Wieso das?“ wird sich nun der ein oder andere zu Recht fragen. Ganz einfach: Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass Urlauber Speisen und
Getränke nur noch innerhalb der Lokale konsumieren und der Polizei die Kontrollen vereinfacht werden. Mit diesem Schritt wird den zahlreichen Beschwerden
der Anwohner nachgekommen, die sich seit vielen Jahren über den Lärm sowie die Trink-Exzesse im öffentlichen Raum beschweren.
Bislang war es noch so, dass Alkopops, Bier und Co. oft auf dem an die Partylokale angrenzenden Bürgersteig konsumiert werden konnten. Das ist ab Sommer
definitiv vorbei. Wer gegen die Regeln verstößt, dem drohen saftige Geldstrafen, die durchaus im Bereich von bis zu 3000 Euro liegen.
Um die strengeren Richtlinien durchsetzen zu können, wurden überdies die Straßen rund um den vor allem bei Deutschen beliebten Ballermann zu
„Zonas de Especial Interés Turístico“ erklärt. Das bedeutet soviel wie „Gebiete von besonderem touristischen Interesse“. Zeitungsberichten zur Folge werden
an der gesamten Playa de Palma sowohl Werbung für Alkohol als auch Aktionen wie „Happy Hour“ verboten. Die strengeren Regeln sollen während der Hauptsaison
auf Mallorca, von April bis September, gelten. TN (Quelle dpa)
Foto: TUI

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